Montag, 22. Juni 2009

Concept Statement





















Architektur als Wissenschaft – Entwerfen als angewandte Forschung




Der Standpunkt, von dem wir das Thema unseres Entwurfes betrachten, richtet sich nach der Veränderung, die sich in der heutigen Gesellschaft vollzieht. Menschen werden wieder zu Nomaden. Durch die Globalisierung ist man überall auf der Welt zu Hause, große Distanzen spielen kaum noch ein Rolle. Dies wird durch neue Technologien verstärkt, die den Begriff „Geschwindigkeit“ neu definieren. Zukünftig wird das Leben immer globaler, komplexer und verläuft nicht mehr nur linear, sondern simultan. Wir befinden uns in einer „zweiten Moderne“, die das Zeitalter der Industrialisierung ablöst und eine „virtuelle Gesellschaft“ erschafft. (1)
Diese sich verändernden Lebensbedingungen verlangen nach einem neuen Anspruch und Ausdruck in der Architektur. Entwerfen ist interdisziplinär geworden. Es bedient sich Erkenntnissen aus anderen Gebieten, darunter zum Beispiel der Mathematik, Kunst, Genetik, Biologie, Robotik und Verfahrenstechnik. (2)
Eine Antwort auf diese zeitgenössischen Phänomene ist eine Architektur die sich anpasst, statt zu stagnieren, sich transformiert, statt einzuengen, beweglich ist, statt statisch zu sein und mit dem Benutzer interagiert, anstatt seine Bedürfnisse außen vor zu lassen.
Wir bemühen uns in unserem Entwurf das Wissen über anpassungsfähige Architektur zu sammeln und anzuwenden, um einen Pavillon zu entwickeln, der sich anpassen und reagieren kann. Mit unseren Untersuchungen und den dadurch gewonnenen Erkenntnisse wollen wir eine zukünftige Anwendung dieser Prinzipien in der gebauten Architektur prüfen. (3)




(1) Van Toorn, Roemer: Time in Transit: A travelogue through the Society of The And in search of And/otherness
(2) Sheil, Bob: Protoarchitecture – Analog & Digital Hybrids, Architectural Design Vol 78 No 4, S.7
(3) Kronenburg, Robert: Flexible – Architecture that responds to change, Laurence King Publishing Ltd, S.11

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